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Schmeichelhaftes Resultat FSV 4: 1 SG Finnentrop

21. Mai 2013

Schmeichelhaftes Resultat
Gute Laune am Riesei nach dem in der Höhe schmeichelhaften 4:1-Erfolg gegen die SG Finnentrop/Bamenohl: Die Torschützen „Bubi“ Topcu, Lukas Kessler (von rechts) und Damiano Intravaia feiern gemeinsam mit dem starken „Sechser“ Redouane El Alami.

Werdohl. Die FSV Werdohl hat gestern Nachmittag beim vorletzten Auftritt am Riesei ihre bescheidene Heimbilanz etwas aufgebessert. Gegen die SG Finnentrop/Bamenohl gelang mit 4:1 (1:1) Toren der fünfte „Dreier“ der Saison vor eigenem Publikum, der allerdings zu hoch ausfiel. Denn die Gäste waren vor allem vor der Pause das bessere Team, machten aber zu wenig aus ihren Torchancen.

Bei den Platzherren avancierte Falk Fischer zum Mann des Tages. Der 20-Jährige war an der Entstehung aller Werdohler Treffer beteiligt: Vor dem 1:1 durch Damiano Intravaia, der nach Nohls Kopfball und Topcus „Luftloch“ abstauben konnte, hatte der offensive Mittelfeldakteur die Ecke hereingebracht. Und bei den Treffern von „Bubi“ Topcu, Lukas Kessler und Dominik Krämer jeweils blank aus zentraler Position im Finnentroper Strafraum spielte Fischer jeweils den scharfen Pass von der rechten Seite.

Gerade die Angriffe in der zweiten Halbzeit, die zu den FSV-Treffern führten, waren ansehnlich. Umso erstaunlicher war die Vorstellung der Platzherren in den ersten 45 Minuten. Im Spielaufbau tat man sich unglaublich schwer gegen die dicht gestaffelte SG, setzte trotz anders lautender Vorgaben von Trainer Carsten Minker aus Verzweiflung auf lange Bälle, die aber nicht ankamen. Finnentrop hatte die Nase nach 18 Minuten verdient vorne, als P. Hennes nach Helmigs langem Ball von links und Nohls Stellungsfehler Grete umkurvte und zum 0:1 einschob. 20 Sekunden zuvor hatte Grete noch gegen Günther klären können. Und dann hatte der weit aus dem Kasten geeilte FSV-Keeper Glück, als der Schuss von P. Hennes von der Mittellinie (!) hinter ihm aufsetzte und drüber ging (22.).

Werdohl konnte eigentlich nur durch eine Standardsituation ins Spiel kommen – was in der 35. Minute passierte. Und kaum war das 1:1 durch Intravaia gefallen, da lief es besser. Topcu und Kessler (38.) sowie Dlugolentzki (39.) hatten gute Möglichkeiten, bei Finnentrop waren die finalen Pässe bei zwei Kontern auf Helmig und Grzelak etwas zu steil (37./39.).

Auch nach der Pause gab es hier wie dort gute Gelegenheiten. Während aber Günther (46./54.), Grzelak (47.) und Helmig (56./58.) nicht ins Schwarze trafen, „knipsten“ Topcu, Kessler und Krämer. Ein Treffer selbst blieb Top-Vorbereiter Fischer per Kopf (50.) und per Fuß (55.) verwehrt, auch Intravaia hätte noch nachlegen müssen (69.).

FSV: Grete – Dlugolentzki, Klamann, Nohl, Brüll – Fischer, El Alami (84. Günes), Krämer, Kessler (80. Sarris) – Intravaia, Topcu

SG: Raudszus – Stell, Selbach, Ruhrmann, Hüttemann – Busse (84. Neubauer), Schröder (70. C. Hennes), Grzelak, Helmig – P. Hennes, Günther

Schiedsrichter: Nedic (Velbert)

Tore: 0:1 (18.) P. Hennes, 1:1 (35.) Intravaia, 2:1 (59.) Topcu, 3:1 (80.) Kessler, 4:1 (81.) Krämer

FSV-Reserve unterliegt beim SV Ottfingen

21. Mai 2013

OTTFINGEN –  Gegen die Teams aus dem oberen Drittel der Bezirksliga wartet die Reserve der FSV Werdohl II in dieser Spielzeit weiter auf ihren ersten Punkt. Am Sonntag unterlag die Mannschaft von Spielertrainer Erhard Krengel mit 1:3 (0:0) Treffern beim Tabellenführer SV Ottfingen, der durch die zeitgleiche Kiersper Niederlage in Hickengrund nun wieder allein an der Spitze steht.

Ömer Sönmez (links, hier gegen Maik Finke) hätte die FSV-Reserve in Ottfingen in Führung bringen können.© Herholz

Ömer Sönmez (links, hier gegen Maik Finke) hätte die FSV-Reserve in Ottfingen in Führung bringen können.

„Insgesamt geht der Ottfinger Sieg in Ordnung“, urteilte Krengel nach Spielschluss und fügte hinzu: „Wir hätten hier nur gewinnen oder etwas mitnehmen können, wenn wir in der Anfangsphase ein Tor geschossen hätten.“ Die ersten 20 Minuten gehörten den Gästen. Erst scheiterte Sönmez an Keeper Vogt (6.), später landete sein Schuss am Außennetz (19.).

Nach dem zweiten FSV-Warnschuss war Ottfingen jedoch im Spiel und ließ dem Gast fünf Minuten kaum Zeit zum Luft holen. Nach Tahiris Flanke von der linken Seite durch den Fünfer kam SVO-Stürmer Klose blank zum Kopfball, setzte das Leder aber aus kurzer Distanz gegen den Pfosten (21.). Dann rettete Schmale gegen Griffel (22.) und gegen Klose (24.), der 60 Sekunden zuvor den Ball zudem knapp neben den Pfosten gesetzt hatte.

Die Rollen waren nun eindeutig verteilt, auch wenn der Gast vor der Pause noch zu einer guten Chance kam. Sönmez scheiterte an Vogt, und Abanoz setzte den Nachschuss (34.) vorbei.

Den Ton gab aber weiter der Primus an, auch wenn Schmale erst nach dem Wechsel wieder gegen Griffel (47./49.) zur Stelle sein musste. So gut der FSV-Keeper bis dahin agierte, die SVO-Führung musste er dann aber auf seine Kappe nehmen: Bei einem hohen Ball auf den „Elfer“ kam er zu spät raus, und Rechtsverteidiger Yilmaz köpfte ein. Als Maus in der 73. Minute an einer Flanke vorbeitrat und Bienenda den Ball Klose zum 2:0 auflegte, war die Vorentscheidung gefallen. Acht Minuten vor dem Ende machte der Mittelstümer dann nach Zuspiel des starken Innenverteidigers Finke noch den „Deckel drauf“. Daran änderte auch das 3:1 (87.) nicht mehr, das Sönmez nach toller Vorarbeit von Neuke drei Minuten vor dem Ende erzielte.

SVO: Vogt – Yilmaz, Willmes, Finke, Tahiri – Kofler, Hennecke – Weber (58. Moll), Griffel (69. Scheppe), Bienenda (85. Bröcher) – Klose

FSV II: Schmale – Maus, Bärwald, Bektas, Neuke – Sander, Ketzenberg (73. Krengel), Cottitto, Schröder – Abanoz (67. Pfaffenhöfer), Sönmez

Schiedsrichter: Andaloussi (Hagen)

Tore: 1:0 (52.) Yilmaz, 2:0 (73.) Klose, 3:0 (82.) Klose, 3:1 (7.) Sönmez

von Stefan Herholz

D’Aloia erlegt die FSV-Reserve im Alleingang

17. Mai 2013

WERDOHL –  Wie schon am vergangenen Sonntag gegen den SV Attendorn so hat die Reserve der FSV Werdohl auch am Donnerstag beim 2:3 (1:0) im Heimspiel gegen den SV Netphen mindestens einen Punkt im Kampf gegen den Abstieg leichtfertig verschenkt – und wieder hat sie dabei einen Elfmeter schossen.

Innenverteidiger Marius Maus (rechts, hier im Zweikampf mit Tim Bruch) übernahm kurz vor dem Abpfiff die Verantwortung, scheiterte aber mit dem Handelfmeter am Gästekeeper.© Herholz

Innenverteidiger Marius Maus (rechts, hier im Zweikampf mit Tim Bruch) übernahm kurz vor dem Abpfiff die Verantwortung, scheiterte aber mit dem Handelfmeter am Gästekeeper.

88 Minuten waren auf dem Rasenplatz am Riesei gespielt, als Schiedsrichter Römhild (Hagen) nach einem abgeblockten Torschuss von Koray Serin auf Handelfmeter entschied. Innenverteidiger Marius Maus nahm die Verantwortung und schoss – wie zuletzt Dominik Bärwald – zu unplatziert flach ins rechte Eck, so dass SV-Keeper Marcel Schneider parierte. Trotz fünfminütiger Nachspielzeit blieb es beim 2:3, und Gästekapitän Luca D’Aloia durfte sich als Dreifachtorschütze gebührend feiern lassen.

„Ich war in dem Moment völlig außer Atem, sonst gehe ich selbst hin“, sagte FSV-Spielertrainer Erhard Krengel zur Elfmetersituation und fügte hinzu: „Trotz der Fehler hinten, dass wir das Spiel verloren haben, lag an der fehlenden Klasse vorne.“

Dabei sah es in der ersten Halbzeit nicht danach aus, als könnte die FSV-Reserve dieses Spiel verlieren. Sie begann engagiert, suchte den Weg in die Spitze und setzte den Gegner unter Druck, der bis zum Pausenpfiff selbst kein einziges Mal auf das FSV-Tor schoss. Einziges Manko: Zur Pause führten die Gastgeber nur 1:0. Ketzenberg (1.), Abanoz per Kopf (19.) und Pfaffenhöfer (24.), gegen den Keeper Schneider klärte, hatten die Führung bereits auf dem Fuß, die Schröder nach Ketzenbergs Zuspiel erst in der 30. Minute erzielte.

Doch Gästetrainer Rubio Doblas wusste die richtige Antwort, schickte im zweiten Abschnitt seinen Libero D’Aloia in die Spitze und der erlegte die FSV im Alleingang. Nach dem 1:1 (47.) im Anschluss an einen Einwurf brachte Cottitto die FSV-Welt zwar nach Querpass von Pfaffenhöfer schnell wieder ins Lot – 2:1 (50.). Doch erst mit seinem technisch tollen zweiten Treffer (63.) und dann mit dem 2:3 (80.) nach Rückpass von Christian Sting, als Schmale auf der Linie klebte, traf D’Aloia die FSV ins Mark. Doch zumindest für einen Zähler hätte es noch gereicht, wenn Maus getroffen hätte.  – she

FSV II: Schmale – Hoffrogge (75. Krengel), Maus, Bektas, Neuke – Ketzenberg, Cottitto (83. Serin) – Schröder, Günes, Pfaffenhöfer – Abanoz (87. Moch)

SV: Schneider – D’Aloia – Büdenbender, SChäfer – Henk, Ucak (46. Aslan), Hani – Burczak (46. C. Sting), Hatzig, C. Sting – Bruch (90.+3 Tebbel)

Schiedsrichter: Römhild (Hagen)

Tore: 1:0 (30.) Schröder, 1:1 (47.) D’Aloia, 2:1 (50.) Cottitto, 2:2 (63.) D’Aloia, 2:3 (80.) D’Aloia

Die FSV-Reserve erwartet den SV Netphen

16. Mai 2013

WERDOHL – Die Mission Klassenerhalt geht für die Reserve der FSV Werdohl am Donnerstagabend in die nächste Runde. Um 19.30 Uhr erwartet die Mannschaft von Spielertrainer Erhard Krengel den Tabellennachbarn SV Netphen auf dem Naturrasenplatz im Riesei-Stadion.

Nachdem die FSV Werdohl (hier Matthes Schröder am Ball) am vergangenen Sonntag gegen den SV Attendorn zum ersten Mal zu Hause auf Rasen gespielt hat, erwarten die Krengel-Schützlinge am Donnerstag auch den SV Netphen auf dem Naturgrün.© Herholz

Nachdem die FSV Werdohl (hier Matthes Schröder am Ball) am vergangenen Sonntag gegen den SV Attendorn zum ersten Mal zu Hause auf Rasen gespielt hat, erwarten die Krengel-Schützlinge am Donnerstag auch den SV Netphen auf dem Naturgrün.

Dass die Reserve ihr zweites Spiel in Folge auf dem Naturgrün austrägt, ist schlicht und ergreifend der mageren Heimbilanz geschuldet. Um diese Misere zu stoppen, lässt Krengel nichts unversucht. „Schon gegen Attendorn bot sich der Rasen an, und es hätte am Sonntag ja auch klappen können“, sagt Krengel, so dass er sich entschied, auch die 90 Minuten gegen den SV Netphen „unten“ zu spielen. „Ob es ein Vorteil ist, weiß ich nicht“, sagt der Routinier, der mit seiner Elf allerdings auch die letzten Trainingseinheiten auf dem Rasen absolviert hat. „Und dann jetzt wieder auf den Kunstrasen zu wechseln, wollte ich auch nicht“, zumal die spielerischen Ansätze gegen Attendorn ordentlich waren – und der Platz inzwischen auch noch einmal gemäht wurde.

Personell verändert sich die Situation bei den Werdohler zwar nur gering, aber durchaus entscheidend. Kapitän und Abwehrchef Dominik Bärwald fällt aufgrund eines Kurzurlaubs aus. „Das ist natürlich eine Schwächung“, stellt Krengel fest. Dafür könnte allerdings mit Kosta Sarris eine weitere Hilfe aus dem Landesligateam zur Verfügung stehen. „Er muss allerdings noch seine Schicht tauschen. Ich weiß nicht, ob das klappt“, sagt Krengel. Klar ist damit aber, dass der FSV-Coach seine Viererkette umbauen muss. Taktisch wird die Ausrichtung ähnlich wie am Sonntag aussehen, als die Werdohler den SVA im 4-2-3-1 gut beschäftigten. Nur mit dem Unterschied, dass diesmal ein Sieg herausspringen soll. Einerseits würde sich die FSV-Reserve damit für die 0:4-Hinspielniederlage revanchieren, andererseits käme sie bis auf einen Punkt an Netphen heran, das übrigens ein Auswärts-Kellerkind ist. Nur acht Zähler hat das Team von Alfonso Rubio Doblas in der Fremde geholt, allerdings zuletzt mit 3:0 in Kaan überrascht und davor zu Hause gegen den Kiersper SC (1:0) gewonnen hat. „Wir sind jedenfalls gewarnt“, sagt Krengel.

von Stefan Herholz

Verdiente Pleite auf dem Löffelberg

6. Mai 2013

Hünsborn. Mit 1:3 (0:1)-Treffern musste sich gestern die FSV Werdohl verdient bei Rot-Weiß Hünsborn geschlagen geben. Zwar hielten die Gäste auf dem Löffelberg fünf Minuten vor dem Abpfiff überraschend einen Teilerfolg in der Hand, weil Kessler zum 1:1 ausglich. Doch in den letzten beiden Minuten legten die Gastgeber einen Doppelschlag zum 3:1 nach.

Konzentrationsprobleme hatte der sportliche Leiter Uli Sauerborn, der den privat verhinderten FSV-Trainer Carsten Minker an der Seitenlinie vertrat, als Hauptgrund für die Pleite ausgemacht. Denn sowohl vor dem ersten als auch dem zweiten Gegentreffer leisteten sich die Werdohler grobe individuelle Fehler. In der 22. Minute war der Ball von RW-Keeper Eichler lang genug unterwegs, damit ihn Marcus Brüll, der anstelle von Kurz-Urlauber Nohl in die Innenverteidigung gerückt war, sauber hätte klären können. Brüll ging zwar Richtung Ball, ließ ihn aber im letzten Moment über sich hinwegsegeln – sehr zur Freude von Pietschmann, der die Kugel ersprintete und auf Marius Uebach querlegte – 0:1. Und wenn Kessler nicht sieben Minuten später bei Uebachs Schuss auf der Linie gerettet hätte, hätte es bereits 2:0 gestanden, bevor die schwachen Gäste zum ersten Mal selbst aufs Tor schossen. Es lief bereits die 34. Minute, als Intravaia nach Vorarbeit von Gräßer an Keeper Eichler scheiterte. Der Ausgleich wäre mehr als schmeichelhaft gewesen, weil bei der FSV kaum etwas stimmte – die Abstände waren zu groß, das Zweikampfverhalten schwach und die Fehlpassquote hoch. Gut, dass Schmale auch bei Jungs Schuss (38.) auf dem Posten war.

Nach dem Wechsel zeigten die Werdohler dann zwar eine leicht verbesserte Spielanlage, die größere Gefahr strahlten trotzdem weiterhin die Gastgeber aus. Erst schoss Jung nach Fischers Querschläger (53.) vorbei, dann verpasste Alfes die Flanke von Blecker knapp und in der 73. Minute klärte Schmale gegen Uebach.

Erst in den letzten zwölf Minuten schien die FSV Oberwasser zu bekommen. El Alamis Schuss flog links am Tor (78.) vorbei, und Brülls Kopfball (80.) war zu hoch. Als Kessler aber nach Rückpass von Sönmez (85.) zum 1:1 traf, schien die FSV doch noch einen Zähler entführen zu können. Drei Minuten später legte aber Klamann unfreiwillig auf, und Salzmann rückte aus 20 Metern das Bild zurecht – 2:1. Mit dem Schlusspfiff erhöhte Mayer per Foulelfmeter – Dlugolentzki an Uebach – auf 3:1.

RWH: Eichler – Cendecki – Kadimsky, Ermin – Alfes (82. Schlemper), Salzmann, Blecker – Pietschmann (59. Schöler), Mayer, Jung – Uebach

FSV: Schmale – Dlugolentzki, Klamann, Brüll, Gräßer – Fischer, Kessler, El Alami, Sönmez – Topcu (46. Sarris), Intravaia (70. Krämer)

Schiedsrichter: Sahm (Burbach)

Tore: 1:0 (22.) Uebach, 1:1 (85.) Kessler, 2:1 (85.) Salzmann, 3:1 (90./FE) Mayer

 

Quelle: WR

FC Lennestadt 2:1 FSV Werdohl

29. April 2013

LENNESTADT –  Was für eine bittere Niederlage. Mit 1:2 (1:0) verlor die FSV Werdohl gestern beim FC Lennestadt, scheiterte dabei aber mehr an Schiedsrichter Christian Reffelmann (Werl) als am Spitzenreiter. Knackpunkt war die 45. Minute, als

Damiano Intravaia markiert in dieser Szene die verdiente Werdohler Führung. Wenig später kippte jedoch mit der gelbroten Karte gegen Fischer die Partie.© Herholz

Damiano Intravaia markiert in dieser Szene die verdiente Werdohler Führung. Wenig später kippte jedoch mit der gelbroten Karte gegen Fischer die Partie.

FSV-Stürmer Falk Fischer und FC-Keeper Steffen Dicke an der Strafraumgrenze zum Ball sprangen. Der Freistoßpfiff für Lennestadt war schon großzügig, die Ampelkarte gegen Fischer allerdings eine glatte Fehlentscheidung.

„Das Ding steht und fällt mit der gelbroten Karte. Die war so was von ungerechtfertigt“, urteilte FSV-Trainer Carsten Minker, während FCL-Coach Michael Kurzeja sagte: „Es war sicherlich unglücklich. Ob es ein Foul und Gelb war? Der Schiedsrichter hat es jedenfalls so gesehen.“ Auch ansonsten besaß der Unparteiische oft eine ganz eigene Wahrnehmung.

Bis zum Platzverweis sprach viel für einen FSV-Sieg. „Werdohl hat hervorragend gespielt, kompakt gestanden und schnell umgeschaltet. In der ersten Halbzeit hatten wir kein Konzept, dagegen zu bestehen“, erkannte Kurzeja. Deswegen war die Werdohler Pausenführung verdient. Bei den ersten beiden guten Situationen nach Zuspiel von Nohl (5.) und Flanke von Sarris (23.) kam Intravaia nicht richtig an den Ball, dann aber netzte der FSV-Stürmer nach Vorarbeit von Krämer und Fischer flach zum 0:1 (29.) ins linke Eck ein. Nur vier Minuten später zirkelte Klamann einen 20-m-Freistoß ans Winkelkreuz. Zentimeter fehlten zum 0:2. Und Lennestadt? Erst in der 43. Minute hatte der Primus mit einem indirekten Freistoß in Höhe Elfmeterpunkt seine erste Chance, doch Kaufmann jagte den Ball in die Mauer.

Auch nach der Pause in Überzahl brannte der FCL kein Feuerwerk ab, sondern hatte Mühe, sich die FSV zurecht zu legen. Doch mit dem Glück des Spitzenreiters gelang die Wende. Nachdem Dicke den 20-m-Kracher (54.) von El Alami zur Ecke geklärt hatte, kam gegenüber Allebrodt nach der ersten schönen Kombination aus 20 Metern zum Abschluss, und der Ball sprang via linken Innenpfosten zum 1:1 (60.) ins Netz. Neun Minuten später legte Steffen Hebbeker zum 2:1 nach. Die FSV setzte wieder auf Offensive, Lennestadt wurde nervös – Treffer fielen keine mehr. Dabei pfiff Reffelmann noch einen schmeichelhaften Foulelfmeter (90.), doch Baumhoff scheiterte an Schmale.

FC: Dicke – A. Friedrichs (84. M. Friedrichs), Hochstein, C. Hebbeker, Schmidt (77. Goedde) – St. Hebbeker, Kaufmann – Baumhoff, M. Thöne, Diecks (55. Baser) – Allebrodt

FSV: Schmale – Brüll, Klamann, Nohl, Sarris (80. Grahovac) – Dlugolentzki (67. Sönmez), El Alami, Krämer (73. Topcu), Gräßer – Fischer, Intravaia

Schiedsrichter: Reffelmann (Werl)

Tore: 0:1 (29.) Intravaia, 1:1 (60.) Allebrodt, 2:1 (69.) St. Hebbeker – Bes. Vork.: Ampelkarte (45.) gegen Fischer wg. wdh. Foulspiels; Schmale (FSV Werdohl) hält einen Foulelfmeter (90.) von Baumhoff; Ampelkarte (90.+1) gegen El Alami (FSV Werdohl) wg. Meckerns

von Stefan Herholz